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Unglückliche Niederlage gegen den Regionalligisten SC Wiedenbrück in der 2. Runde des Westfalenpokals

Der VfL Theesen hat dem zwei Klassen höher spielenden SC Wiedenbrück einen couragierten Pokalfight geliefert. Beim 1:3 (0:0) in der zweiten Runde des Westfalenpokals war über weite Strecken nicht zu erkennen, welches Team in der Regional- und welches in der Westfalenliga spielt. Am Ende setzten sich die Gäste durch, weil sie den entscheidenden Fehler weniger machten als die Theesener und sich vor dem gegnerischen Tor etwas cleverer anstellten.

Vor der Pause hatte Wiedenbrück Feldvorteile und ein knappes Chancenplus, konnte aber keinen Treffer vorlegen. „Wenn wir in dieser Phase ein Tor machen, haben wir mehr Ruhe“, befand SC-Trainer Björn Mehnert. Doch auch die Gastgeber hätten bei guten Einschussmöglichkeiten für Batuhan Dogan (34.) und Moritz Wefelmeier (45.) durchaus in Führung gehen können.


So aber blieb es lange Zeit bei einer sehr ansehnlichen und auf Augenhöhe geführten Begegnung, in der der VfL Theesen nach dem Wechsel zunächst in Rückstand geriet, als Andre Mandt trocken aus 18 Metern abzog und dem guten Florian Ernst im VfL-Tor keine Chance ließ (55.). Im direkten Gegenzug besorgte Theesens Kapitän Alessio Giorgio nach Vorarbeit von Timo Niermann mit einem schönen Flachschuss den Ausgleich.

Jetzt kam die stärkste Zeit der Gastgeber. „Ich möchte nicht wissen, wie das Spiel ausgegangen wäre, wenn wir eine unserer guten Möglichkeiten zur Führung genutzt hätten“, sagte Trainer Andreas Brandwein und spielte damit auf die Doppelchance für Wefelmeier, der zu lange wartete, und Yatma Wade, dessen Schuss noch abgeblockt wurde (63.), sowie eine weitere gute Szene von Wade (65.) an.
Ein Treffer für Theesen lag also in der Luft – doch er fiel auf der anderen Seite. In der 69. Minute verloren die Gastgeber im Spielaufbau den Ball, Daniel Latkowski ging mit Tempo durch Mittelfeld und legte für Daniel Schaal auf, der – alleine vor Ernst – mit einem Schuss ins lange Eck das 2:1 für Wiedenbrück erzielte. Der Westfalenligist steckte aber nicht auf und stand bei Schüssen von Memos Sözer (73.) und Wefelmeier (89.) noch zweimal dicht vor dem Ausgleich. Erst mit dem Tor von Oliver Zech in der Nachspielzeit war die Partie entschieden.
„Ich bin zufrieden, weil wir uns nicht versteckt und gegen einen starken Gegner viele Chancen herausgearbeitet haben“, resümierte Andreas Brandwein. Sein Pendant Björn Mehnert hatte ein „typisches Pokalspiel“ gesehen und fand, „dass wir die Aufgabe hier in Theesen deutlicher seriöser gelöst haben als die in der ersten Runde.“

 Autor: FuPa / NW ; Foto: Martinschledde