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0:1 - Ein Torwart steht dem VfL Theesen im Weg

F: Zobe

Es gibt Tage im Fußball, da will das Runde einfach nicht ins Eckige. So einen Nachmittag erwischte am Sonntag der VfL Theesen, der trotz deutlicher Überlegenheit und bester Chancen im Duell der Westfalenliga-Aufsteiger mit 0:1 (0:1) gegen Borussia Emsdetten unterlag. Deren Trainer Roland Westers hatte nach dem Spiel die Größe, den Erfolg seines Teams als „absolut glücklich“ zu bezeichnen. „Für den VfL Theesen ist das heute eine ganz bittere Nummer“, befand der Emsdettener Coach und versuchte den unterlegenen Gegner mit der alten Fußballweisheit zu trösten, dass Glück und Pech sich im Verlauf einer Saison doch immer ausgleichen würden. Davon konnte sich Andreas Brandwein indes nichts kaufen. „Wir waren die dominierende Mannschaft und hatten genug Chancen, die Partie für uns zu entscheiden“, erklärte der VfL-Trainer, der allerdings auch Kritik am Schiedsrichter übte. „In zwei ganz entscheidenden Szenen hat das Gespann gegen uns gepfiffen – fallen da die Entscheidungen für uns aus, kann das Spiel ganz anders laufen.“

 

Brandwein sprach damit ein vielleicht rot-würdiges Foul an Yatma Wade nach 39 Minuten an – der Stürmer wurde von einem Emsdettener Verteidiger gelegt, der in dieser Szene klar letzter Mann war. Außerdem monierte der dabei sehr gelassen bleibende Theesener Übungsleiter ein aus seiner Sicht elfmeterreifes Foul an Wade zu Beginn der zweiten Halbzeit. „Das ist sehr ärgerlich, aber letztlich müssen wir uns an die eigene Nase fassen, dass wir heute kein Tor geschossen haben“, erklärte Brandwein.

 

Dass die Theesener kein Erfolgserlebnis feien konnten, lag eindeutig an Emsdettens Torwart Nils Wiedenhöft, dem besten Mann auf dem Platz. Wie der Schlussmann die wahrlich nicht schlecht platzierten und auch „mit Schmackes“ auf seinen Kasten kommenden Schüsse von Wade (15.), Memos Sözer (23.), Anton Safonov (47.) und erneut Sözer (58.) mit tollen Reflexen auf der Linie klärte – das war wirklich sehenswert. Außerdem stand Wiedenhöft bei einem Lupfer seines Mitspielers Brinkmann, der haarscharf am eigenen Tor vorbeisegelte (41.), und einem Schuss von Sözer, der nach einem Klasse-Solo des Futsal-Nationalspielers in letzter Sekunde von einem Mitspieler abgeblockt wurde (78.), das Glück des Tüchtigen zur Seite.

 

Das Tor des Tages für die Emsdettener fiel in der 35. Minute, als vier Theesener Abwehrspieler ein Zusammenspiel zwischen den Gäste-Stürmern Marcus Meinigmann und Niklas Melzer nicht unterbinden konnten: Melzer kam aus recht spitzem Winkel zum Schuss und versenkte den Ball gekonnt im „kleinen Netz“ der langen Ecke. Es war neben einem Schuss von Schubert, den Dominic Breese sicher parierte (75.), der einzige Ball, der an diesem Tag auf das Theesener Tor kam.

 

Artikel: Fupa

Foto: Zobe